03_Mein erstes Fahrrad

Mein erstes Fahrrad war ein altes Waffenrad von Uroma, welches keiner mehr benutzte und ich mit rund 6 Jahren in die Hände bekam. Es war viel zu hoch um darauf zu sitzen, aber bergab lief es trotzdem gut. Vorderbremse hatte es keine und eines Tages riss auch noch die Kette, womit dann nicht nur der Antrieb, sondern auch die Hinterbremse ausfiel. Es war meine eigene Idee und ich schaffte es auch selber, die Kette mit einem Wollfaden zusammen zu binden, sodass ich wieder ein paar kleine Runden damit fahren konnte. Darauf war ich mächtig stolz. In einer verbesserten Version verwendete ich dann Spagat, der die Reißfestigkeit der Kette erheblich erhöhte. Meistens fuhr ich nur in unserem Hof, manchmal ließ ich es aber auch richtig krachen. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen, schob das Fahrrad die Straße hinter unserem Haus hoch und fuhr dann ohne zu bremsen den steilen Hügel herunter. Wohl gemerkt, auf den Pedalen stehend, der Sitz hinter meinem Oberkörper, weil ich mit meiner Körpergröße keine Chance hatte, da rauf zu kommen. Das war Adrinalin pur!

Ein oder zwei Jahre später bekam ich ein gebrauchtes 24-Zoll-Rad, welches mir von der Größe her einigermaßen passte. Das war ein ziemlicher Aufstieg und ich war mächtig stolz darauf. Nach nur drei Wochen stieg unsere Kuh Berta in die hintere Felge. Dennoch fuhr ich mit diesem Fahrrad relativ lange, obwohl der Hinterreifen bei voller Fahrt so schlug, dass mir die Talfahrt von Eggenberg herunter, zugegeben, schon etwas Angst einjagte. Bremsen war trotzdem keine Option 🙂

Traunsteinblick

Traunsteinblick

Die Gegend um Gschwandt, Laakirchen, Kirchham u. Vorchdorf eignet sich hervorragend für eine Radtour im Flachland. Nachdem ich leidenschaftlicher Hobbyfotograf bin, suchte ich dabei jahrelang nach der besten Stelle, an der ich den Traunstein möglichst ohne Häuser fotografieren kann. Wir kennen nun jeden noch so kleinen Güterweg in dieser Gegend und haben dabei auch sonst allerhand schöne Plätze entdeckt.

Narzissenfest

Narzissenfest

Das Narzissenfest findet Ende Mai abwechselnd in Bad Aussee, Grundlsee oder Altaussee statt. Die Kunstwerke sind wirklich toll und fallen unter die Rubrik „muss man mal gesehen haben“. Den Trubel rundherum haben wir dann sozusagen eher in Kauf genommen.

Redipuglia

Redipuglia

Im größten Kriegerdenkmal Italiens, welches auf dem Weg nach Triest bzw. Istrien liegt, sind über 100.000 gefallene Soldaten aus dem ersten Weltkrieg begraben. Das Gefühl ist kaum zu beschreiben, als wir um 7:00 morgens Stufe um Stufe bis zu den drei großen Kreuzen an der Spitze des menschenleeren Monuments hinaufgewandert sind. Es war tiefe Betroffenheit, Fassungslosigkeit, Ehrfurcht, Mitgefühl für die Hinterbliebenen, unendliche Stille und gleichzeitig unendliche Dankbarkeit dafür, dass wir in Frieden leben dürfen. Dieses Erlebnis wirkte noch lange in uns nach. Absolut sehens- und spürenswert.